Zwei Tore von Nmecha und viel Glück reichen zum 2:1-Sieg gegen Elversberg

aus dem Westfalenstadion berichtet Oliver Römer

Gegen den erwarteten schweren Gegner aus dem Saarland benötigt der BVB im Heimspiel gegen Elversberg zwei Gewaltschüsse von Nmecha und eine gute Portion Glück, um hier und heute drei Punkte mitzunehmen. Die 81000 sehen eine erste Hälfte, in der sich beide Mannschaften neutralisieren, mit einem BVB, der sich mehr auf Konter verlegt, und einen zweiten Abschnitt mit einem Schlagabtausch zweier Mannschaften, die sich nichts schenken.

Wir werden nicht rumheulen

Der BVB will sich laut Kovac mit einem sehr, sehr guten Ergebnis in die Länderspielpause verabschieden. Dafür kommt der Aufsteiger aus Elversberg als Siebter der Tabelle zwar mit fünf Punkten weniger, aber mit breiter Brust und ausgeruhter als die Mannen von Kovac ins Westfalenstadion. Die neunte Bundesligapartie in dieser Saison wird den schwarzgelben Profis noch mal alles abverlangen und mit Guirassy, der aus der Partie gegen Betis eine Zerrung davongetragen hat, muss man auf seinen Topstürmer verzichten.

„Wir werden nicht rumheulen“, sieht Kovac eher die Chance für die anderen weniger berücksichtigten Spieler, sich zu zeigen und anzubieten. Auch Sabitzer kehrt wieder zurück in den Kader, nachdem er im CL-Spiel aussetzen musste.

Das ganze Dorf ist da

8000 Karten sind nach Elversberg gegangen, fast so viele wie Einwohner im Dorf leben. „Das ganze Dorf ist da“, schreiben die Gazetten! Kovac bietet in der Abwehr mit Anton, Schlotterbeck, Gadou und Svensson eine Viererkette auf. Davor tummeln sich Bellingham, Veermann und Nmecha. Vorne Karetsas, Chukwuemeka und Silva. Also im Prinzip die selbe Formation wie zu Beginn gegen Bayern. Es fehlen vorne Guirassy und Beier.

BVB verlegt sich auf Konter

In den ersten zehn Minuten ist es eher Elversberg, die versuchen, ein Spiel aufzuziehen, und der BVB lässt sich immer wieder tief fallen. Die Borussen können die Vorstöße zwar gut abwehren, lassen dadurch aber die Offensivaktionen zur Mangelware werden. Die Viererkette um Schlotterbeck und Anton läßt Elversberg in den gefährlichen Räumen keinen Platz. Nach fünfzehn Minuten versucht sich dann plötzlich Silva mit einem Schlenzer als erste klare Möglichkeit aus fast 30 Metern um Torwart Kristof herum, aber leider dreht sich der Ball auch um das Gehäuse der Saarländer.

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Fabio Silva

Der BVB ist mehr auf eine kompakte Defensive ausgelegt und wenn es mal nach vorne geht, eher als Konter ausgespielt. Kein typisches Heimspiel, wie man es kennt. Nmecha und Silva verpassen in der 28. Minute, den Ball aus kurzer Distanz im Tor unterzubringen. Eine der wenigen kontrollierten Aktionen nach vorne bis jetzt. Nach Flanke von Karetsas köpft Svensson aus kurzer Entfernung am Pfosten vorbei. In der 33. Minute kommt Beier für Chukwuemeka der verletzt raus muss.

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Carney Chukwuemeka muss früh verletzt runter

Insgesamt ein Spiel ohne viel Tempo. Die Borussen sind jetzt aber mehr in der Hälfte der Saarländer und können dort mehr Übergewicht schaffen. Aber immer wieder sind die Offensivmomente nicht zielstrebig genug, um den Aufsteiger zu bezwingen. Aktionen in Richtung Kobel werden routiniert abgefangen. Das hat etwas von Neutralisation. Zur Pause ein gerechtes 0:0. Da muss in der zweiten Hälfte mehr Druck hinter den Ball kommen, um Elversberg zu stressen.

Viel mehr Tempo in der zweiten Hälfte

Bellingham hat die erste Möglichkeit aus fünfzehn Metern knapp am Tor vorbei. Es geht jetzt auf die Süd. Karetsas und Silva kombinieren sich schön auf der rechten Seite durch, der Schuss von Silva geht allerdings wieder knapp vorbei. Das fühlt sich gleich anders an als in der ersten Hälfte. Bellingham versucht sich auch mal aus der Distanz, aber vergeblich. Kristof muss einen Schuss von Karetsas parieren und der Ball geht zur Ecke.

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Tor zum 1:0 durch Felix Nmecha hier mit Fabio Silva Konstantinos Karetsas

Doch dann ist es soweit. Der nächste Angriff trägt Früchte. Silva auf Nmecha der aus 18 Metern flach zum 1:0. Nicht nur der BVB hat die Intensität erhöht, auch der SVE macht mehr Druck. Einen Freistoß vom Sechzehner muss Kobel aus dem Winkel holen. Glück gehabt. Wir schwimmen jetzt hinten durch den Druck, den Elversberg ausübt.

Nmecha schlägt nochmal zu

Bensebaini und Ryerson kommen für Karetsas und Gadou. Das, was dem Spiel an Tempo im ersten Abschnitt gefehlt hat, ist jetzt auf beiden Seiten im Spiel. Das Stadion steht jetzt und feuert die Schwarzgelben an. Wieder Nmecha mit unbändiger Gewalt!!! Ein Strahl schlägt aus 20 Metern im Tor von Kristof ein. 2:0 für unsern BVB.

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TOR ZUM 2:0 DURCH FELIX NMECHA HIER MIT FABIO SILVA

Der hat gesessen und Elversberg muss sich schütteln. Elversberg wütend und spielt weiter stark nach vorne. Und da ist es auch schon passiert. Anschluss per Seitfallzieher durch Futkeu. Wenn der BVB jetzt nicht aufpasst, können die nächsten zehn Minuten nochmal sehr stressig werden.

Elversberg bäumt sich auf

Entlastung Mangelware. Nur noch die SVE am Ball. Sabitzer und Nwaneri kommen für Bellingham und Silva. Jetzt wird hier mit vereinten Kräften verteidigt. Freistoß aus 20 Metern vor dem Tor von Kobel durch ein Handspiel von Sabitzer. Vier Minuten Nachspielzeit. Der Freistoß geht drüber, bei der nächsten Ecke lenkt Kobel den Ball übers Tor.

Die letzten Minuten werden zur Hölle

Noch zwei Minuten. Hier steht jetzt nochmal alles. Beier allein aufs Tor zu, aber abgeblockt und zur Ecke, die aber nichts einbringt. Nochmal zwei Aktionen durch Elversberg, aber der Schiedsrichter hat endlich ein Einsehen und pfeift ab.

Hier ist jetzt feiern angesagt. Ein am Ende knapper Sieg, der vielleicht etwas glücklich ausfällt, aber dieses Glück haben wir diese Saison scheinbar. Elversberg, der erwartete schwere Gegner, der ja nicht nur den BVB geärgert hat. Nmecha mit Doppelpack und zwei Gewaltschüssen bringt den Schwarzgelben den Sieg.

Kovac:

Ein sehr hart erkämpfter Sieg, nicht nur wegen eines sehr guten Gegners. Wir haben alles rausgehauen, was wir drin hatten. Elversberg hat es richtig gut gemacht.

Weiter geht es nach der Länderspielpause am 21.11. um 15:30 Uhr in Gladbach.

Text: Oliver Römer, Bilder: Kirchner Media, Baho Kara