Nach einer überraschenden 2:0 Pausenführung erkämpft sich der BVB einen 3:1 Sieg in einer, in der zweiten Hälfte, schwer umkämpften Partie gegen Mainz 05 und kann in der Bundesliga etwas durchatmen.
aus dem Westfalenstadion berichtet Oliver Römer
Schlechter könnten die Vorzeichen ja mal wieder nicht sein, selbst in dieser Saison. Nach der Länderspielpause empfängt der Tabellenzwölfte BVB den Tabellenvierten FSV Mainz 05. Bei Mainz muss ich leider seit einigen Jahren immer an die verpasste Meisterschaft denken, die sehr bitter immer noch nachwirkt. Andersherum immer eine Chance etwas gut zu machen. Zehn Punkte trennen uns nun schon zu dieser Mannschaft aus der unser „Ex“, Jürgen Klopp, einstmals den Siegeszug mit den Schwarzgelben zu ruhmreichen Zeiten angetreten hat. Lange, zu lange ist es her.
Guirassy fehlt überraschend
Mit Guirassy fehlt aufgrund muskulärer Probleme neben Sabitzer nach seiner Verletzung aus dem letzten Bundesligaspiel in Leipzig.
Also heißt es für Trainer Kovac neu würfeln und wieder mal umstellen. Im Moment kann man nur abwarten ob irgendwann mal wieder erfolgreiche Kontinuität eintritt. Was erwartet uns heute. Beier im Sturm neben Adeyemi. Der Rückkehrer Öczan von Beginn an im Mittelfeld. In der Abwehr neben Schlotterbeck und Can spielt Anton.
Schlotterbeck, Adeyemi und Beier sind die ersten die sich in den ersten 10 Minuten im Mainzer Strafraum bemerkbar machen ehe Mainz das erste Mal in den Sechzehner von Kobel kommt. Adeyemi fällt in der Anfangsphase eher durch einfache Ballverluste und Abseitsstellung auf. Die vereinzelten Nadelstiche der Mainzer werden von der BVB Abwehrreihe aber solide wegverteidigt.

Doppelschlag durch Beier und Can
Bis zur 39. Minute passiert dann nicht viel, da beide Mannschaften sich keine großen Fehler erlauben und sich eher neutralisieren. Doch dann ist Maxi Beier da, der erst zu Adeyemi spielt dann den Ball aber wieder vor die Füße gelegt bekommt und nur noch zum 1:0 einschieben muss. Danach ist die nächste Ecke auch wieder drin. Schlotterbeck tritt den Eckball auf den Kopf von Can. Der macht das 2:0 per Kopfball. Mainz hatte nicht groß Zeit sich zu sortieren.
Dann ist Halbzeit und der BVB geht unerwartet mit einer Führung in die Pause. Definitiv ist der BVB mehr gelaufen und hat sich auch mehr Möglichkeiten herausgespielt. Warten wir auf die zweite Halbzeit.
Mainz drängt
Wie erwartet geht es dann nach dem Wechsel mit wilden Angriffen der Mainzer in die zweite Hälfte. Der BVB kann sich die ersten fünf Minuten kaum befreien. Anders als noch in der ersten Hälfte schieben die Männer von Bo Henriksen sehr hoch und laufen den BVB sehr früh an. Durch zwei herausgespielte Eckbälle kann sich die Borussia aber aus der Umklammerung befreien und kommt aus der eigenen Hälfte. Danach hat aber der BVB doch drei Mal in Folge das Glück des Tüchtigen als Kobel zwei Mal retten muss.
Svensson kommt dann für Couto.
Jetzt ist Kampf angesagt
Das Spiel geht jetzt schnell hin und her. Leben ist jetzt auf beiden Seiten der Mittellinie und Mainz zeigt warum sie so weit oben stehen. Nun ist Kampf angesagt. Wie man weis ist eine 2:0 Führung gerade beim momentanen BVB kein Selbstläufer.

Adeyemi läuft nach einem Konter allein auf Zentner zu, der pariert aber seinen Schuss ins Toraus. Die anschließende Ecke durch abermals Schlotterbeck verwandelt Beier per Kopf mit seinem zweiten Treffer zum 3:0. Wir haben einen neuen Eckenschützen. Zumindest von der rechten Seite. Ist das jetzt die Entscheidung? Nein.
Mainz kommt auf 3:1 heran
Auf der Gegenseite ist es Nebel der eine Konfusion in der Dortmunder Abwehr ausnutzt, durch einen Schuss aus elf Metern Kobel überwindet und auf 3:1 verkürzt.
Süle und Chukwuemeka kommen für Öczan und Brandt.
Zehn Minuten sind jetzt noch zu überstehen. Beide Mannschaften geben hier alles. Groß bringt einen Ball von Chukwuemeka an die Latte. Zweimal kommt Mainz danach noch vor das Tor von Kobel. Dortmund hält aber dagegen und spielt weiter nach vorne.
Gittens und Bensebaini für Anton und Adeyemi. Die fünf Minuten Nachspielzeit müssen jetzt noch überstanden werden. Doch anbrennen läßt der BVB hier nichts mehr. Dann ist die Partie zu Ende. Ein absolut verdienter Sieg unserer Borussia. Auch dokumentiert durch die Laufleistung und die herausgespielten Möglichkeiten geht das so in Ordnung.
Nächste Woche Samstag geht es dann in Freiburg weiter. Wieder eine volle Woche Training die der Mannschaft wohl guttun wird. Vielleicht reicht es dann auch wieder für Guirassy.

Kovac nach dem Spiel:
Heute haben wir mal gewonnen, aber wir haben noch viel zu tun und sieben Spiele zu gehen. Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden, die erste Halbzeit war richtig gut. Wir haben körperlich dagegengehalten und waren bissig. Allein mit spielerischen Mitteln wirst du solche Spiele nicht gewinnen. Gratulation an die Jungs.
Zu Schlotterbecks Ecken: Er hat das im Training schon richtig gut gemacht.
Zum Ausblick: Wir müssen uns noch richtig strecken, geschenkt wird einem nichts.
Text: Oliver Römer, Bilder: Kirchner Media