BVBII – Waldhof Mannheim 1:2 (0:0)

aus der Roten Erde berichten Bodo Lünemann und Oliver Römer

Nach 3 Niederlagen in Serie wollte die U23 endlich wieder einen Dreier. Doch es sollte ganz anders kommen. Eigentlich standen die Voraussetzungen gar nicht so schlecht. Endlich mal konnte Trainer Zimmermann wieder aus dem Vollen schöpfen, denn auch die lange verletzten Bamba und Besong meldeten sich einsatzfähig.

Dafür aber mußten sie auf Torwächter Lotka verzichten, der den Triumph bei den Bauern miterleben durfte. So ging die „kleine“ Borussia voll Zuversicht in die Partie gegen den in Abstiegsgefahr schwebenden SVW Mannheim mit ihrem neuen Trainer Marco Antwerpen.

In der Anfangsphase neutralisierten sich beide Mannschaften

Vor 3005 Zuschauern begann das Spiel äußerst verhalten. Keine der beiden Mannschaften konnte sich eine nennenswerte Torchance erspielen. So plätscherte das Spiel lange Zeit so vor sich hin. Bis weit in die 20. Minute passierte in den Strafräumen nichts. Erst in der 28. Minute wurde es erstmals gefährlich für das Borussentor. Der Ex-Borusse Terence Boyd versuchte per Direktschuß die Führung zu erzielen. Doch Silas Ostrzinski war zur Stelle und verhinderte den Einschlag.

Eberwein im Luftduell

Der BVB hatte es ungewohnt schwer mit dem schwächsten Auswärtsteam der Liga. Erst nach über einer halben Stunde Spielzeit näherten sie sich einmal dem SVW Tor an. Doch war der Roggow Schuß zu schwach um erfolgreich zu sein.

„Es ist ein völlig offenes Spiel, mit ganz, ganz wenigen Torchancen. Wir bemühen uns, von hinten herauszuspielen, sind aber einfach nicht zwingend genug. Ich würde mir ein wenig mehr Kreativität wünschen“, sagte Ingo Preuß, der sportliche Leiter der U23, in der Halbzeit. Und genauso war es denn auch. Dem BVB fiel nichts überraschendes ein um den Waldhof Buben gefährlich zu werden. So blieb es bis zur Halbzeitpause in einem schwachen Drittligaspiel folgerichtig beim torlosen 0:0.

Das hatte sich der BVB anders vorgestellt

Das hatte man sich in Schwarz-Gelb natürlich ganz anders vorgestellt. Aber wie sagte Ingo Preuß doch so richtig: „Wenn du als Spieler jeden Tag hörst wie gut du bist, läßt du manchmal die Konzentration vermissen und gehst in manchen Situationen nicht mehr so zur Sache wie es vielleicht von Nöten wäre“.

Kluge Worte eines weisen Mannes!.

Pohlmann versucht es aus dem Spiel heraus

Der BVB kam jetzt etwas aktiver aus der Halbzeitpause. Viel mehr als Stückwerk kam aber dennoch nicht dabei heraus. Immerhin erkämpfte Elongo Yombo im Mittelfeld den Ball und über Hettwer kam der Ball zu Pohlmann, der sich den Ball vom Tormann noch wegspitzeln ließ. Hätte er mal die Worte von Ingo Preuß in der Halbzeit gehört dann hätte er sich in dieser Situation vielleicht besser konzentriert. Da war schon über eine Stunde gespielt. In der 71. Minute entschied Schiedsrichterin Michel nach einem Foul an Roggow auf Strafstoß, revidierte ihre Entscheidung aber wieder weil Elongo-Yombo vorher im Abseits gestanden haben soll.

Mannheim geht in Führung – Pohlmann gleicht aus

In der 74. Minute ging Mannheim dann durch einen Kopfball nach einer Ecke in Führung. Trainer Zimmermann reagierte und brachte mit Bamba und Besong zwei neue Stürmer. Die Dortmunder warfen jetzt alles nach vorn. In der 91. Minute wurde Falko Michel im Strafraum von Rieckmann umgerissen, und diesmal gab es den Elfer für Borussia.

Pohlmann per Elfmeter zum 1:1

Pohlmann verwandelte sicher zum 1:1. Wer sich schon jetzt über den Punktgewinn freute, sah sich leider getäuscht. Denn in der 95. Minute erzielte Mannheim durch Elfmeterverursacher Rieckmann den 2:1 Siegtreffer. So stand die 4. Niederlage in Serie fest. Weiter geht es jetzt für den BVB in Sandhausen, was auch nicht einfacher wird.

völlige Enttäuschung nach der Niederlage in letzter Minute

BVB: Ostrzinski – Aidonis (63. Göbel), Pfanne, Suver, Bueno – Roggow, Azhil, Eberwein (63. Michel) – Hettwer (79. Bamba), Pohlmann, Elongo-Yombo (79. Besong).

SVW: Hanin- Jans-Seegert- Boyd-Kobylanski(68.Arase)- Hawkis(62.Goden)-

Rieckmann-Bahn(68.Wagner)-Klünter-Bolay-Abifade(88.Okpala).

SR: Fabienne Michel SRA: Manuel Bergmann, Timo Klein

Z.: 3005

T: Rieckmann(75.), Pohlmann(91.), Rieckmann(95.)

Text: Bodo Lünemann, Bilder: Oliver Römer